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Die Toskana – nicht einfach nur ein Reisebericht

Irgendwann hatte ich genug von den Filmen und Serien im Fernsehen, welche in der Toskana spielten. Nach dem Motto: „Selbst ist der Mann!“ machte ich mich mit ein paar Freunden auf, um die Toskana selbst zu erkunden.

Nach einer Zwischenstation im wunderschönen Südtirol gelangten wir nach Florenz, der eigentlichen Hauptstadt der Toskana. Nachdem wir den üblichen italienisch-hektischen Verkehr in der Innenstadt hinter uns gelassen hatten, suchten wir uns eine Unterkunft am Rande der Stadt. Wir hatten Glück und in einer wunderschönen italienischen Villa, einer Hotelpension, wurden wir freundlich aufgenommen. Mein Zimmer war riesig, einfach cool! Der Zimmerpreis allerdings auch! Aber was sollte es, wir hatten Urlaub! Wir stellten unsere Fahrzeuge auf dem hoteleignen Parkplatz ab und fuhren mit dem Bus in die Innenstadt. Es war schlicht und einfach überwältigend! Der Dom von Florenz, in der Landessprache Santa Maria del Fiore, war eines der schönsten Bauwerke, welche ich bis dahin gesehen hatte. Besonders beeindruckend fand ich die Innenbemalung des Deckengewölbes der Kuppel, welche aus tausenden von Figuren besteht.

Toskana

Nach einer kleinen Rast in einer der vielen Restaurants im Zentrum der Stadt, bekamen wir von einem lustigen alten Herrn namens Giovanni einen Tipp, wo wir am besten den anbrechenden Sonnenuntergang genießen könnten. Wir fuhren mit Bus zur Piazza de Michelangelo, welcher sich hoch über der Stadt befindet. Von diesem riesigen Platz aus hat man wohl den fantastischsten Blick auf Florenz. Im Schein der untergehenden Sonne sah das Panorama der Stadt einfach märchenhaft aus. Noch unter dem Eindruck des eben Gesehenen, beschlossen wir, irgendwo noch ein Glas Wein zu trinken. Ganz in der Nähe unserer Unterkunft fanden wir eine kleine Trattoria, wo wir herzlich aufgenommen wurden. Es wurde ein lustiger Abend, und man musste nicht unbedingt perfekt italienisch sprechen, um den Mutterwitz der Gäste zu verstehen. Nachdem uns ungefähr zehn Gäste für den nächsten Tag eingeladen hatten, verabschiedeten wir uns und bewegten uns in unsere Pension, um nach einem erlebnisreichen Tag schlafen zu gehen.

Am nächsten Tag wollten wir uns ganz den Kunstwerken in Florenz widmen. Besonders die berühmte Brücke Ponte Vecchio mit ihren vielen Gold- und Schmuckläden war interessant. Natürlich gehört zu einem Besuch in Florenz die Besichtigung der weltberühmten Davidstatue von Michelangelo. Nach einer gehörigen Wartezeit vor der Galleria dell`Accademia war es dann soweit, wir konnten das Meisterwerk des Künstlers aus nächster Nähe bewundern. Am Abend dieses Tages genossen wir von der Piazza de Michelangelo aus noch einmal bei Sonnenuntergang den unvergesslichen Anblick dieser Stadt.

Am nächsten Morgen verließen wir Florenz und fuhren weiter. Eine kleine Pause legten wir in Pisa ein, um den schiefen Turm zu bewundern. Allerdings war da ein sehr lebhafter Touristenstrom, so dass wir bald wieder aufbrachen um weiterzufahren. Am Abend trafen wie in Siena ein und suchten uns ein kleines, aber feines Hotel. Nach einem deftigen Abendessen machten wir noch einen Spaziergang durch das mittelalterliche Stadtzentrum. Dabei brachten wir in Erfahrung, dass einmal im Jahr ein berühmtes Pferderennen direkt in den Straßen und Gassen Sienas stattfindet. Leider waren wir zum falschen Zeitpunkt da, das Rennen war schon gelaufen, schade! In einer kleinen Trattoria beschlossen wir den Abend, denn am nächsten Tag mussten wir schon wieder die Heimreise antreten.

Meine Freunde und ich waren von der Toskana und ihren Bewohnern so angetan, dass wir beschlossen, im nächsten Jahr auf alle Fälle eine sehr viel ausgedehntere Reise durch diese fantastische Landschaft zu unternehmen.




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