Florenz in der Toscana
Florenz ist wohl eine der interessantesten und vor allem auch kulturell schönsten Städte in der Toskana. Man könnte sogar sagen, es sein eine der schönsten Städte Italiens.
Die Anreise kann per Flugzeug, per Bahn oder per Auto erfolgen. Wir haben uns für die Anreise per Nachtzug von Köln aus entschieden. Es gibt hier einen Schlafwagen der abends um 8 von Köln losfährt und über Mailand nach Florenz führt. Man schläft abends in Köln ein und erwacht dann am nächsten morgen in Mailand. Dort steigt man dann um nach Florenz.
Wir haben uns ein Hotel in der Nähe des Bahnhofes gesucht -Machiavelli Palace. Es ist wirklich nur 10 Fußminuten vom Bahnhof entfernt und liegt fußläufig zum Florenzer Dom.
Der erste Eindruck von Florenz ist enttäuschend. Auto scheinen die heute bestimmenden Objekte in Florenz zu sein. Man sollte entweder im Frühjahr oder im Herbst nach Florenz reisen, im Sommer sollen sich Autoabgase und Hitze und Lärm zusammen unerträglich ergänzen. Das gilt auch für die gesamte Toskana. Speziell im Herbst sieht man auch die schönen, goldenen Farben dieses schönen Teiles der Erde. Wir sind im Herbst hierher gekommen.
Der Weg zum Hotel war schon an Morgen sehr hektisch und von lautem Autogehupe begleitet. Das Hotel sieht von außen ebenfalls nicht sonderlich einladend aus. Allerdings war dann unser Zimmer eine regelrechte Offenbahrung. Es handelte sich !TIP! um das Zimmer 202. Von diesem Zimmer hat man einen grandiosen Ausblick auf die Kirchen von Florenz. Macht man das Zimmer auf so schaut man - ähnlich wie im Film "Zimmer mit Aussicht" auf die Schätze dieser Stadt und kann seinen Blick über die Dächer der Kirchen in die Toskana hinübergleiten lassen. Bei diesem Hotel handelt es sich übrigens um eine erste Sehenswürdigkeit - es handelt sich um ein altes Kloster. Man erkennt dies an den verwinkelten Gängen und an der Heiligen, die überall herumstehen. Das Zimmer bestand aus 2 Etagen und einem begehbaren Kleiderschrank. Begrüßt wurde man am ersten Tag von frischen Blumen, einem Obstkorb und einer Flasche Prossecco. Leider ist das Frühstück dann doch sehr enttäuschend in diesem Hotel.
Von diesem Hotel aus kann man in wenigen Fußminuten den grünen Dom erreichen. Hier genossen wir unseren ersten Espresso und ein Croissant dazu. Die beiden Dinge waren am Domplatz übrigens genau halb so teuer wie die Hotelübernachtung. Die Touristen Cafes sind in dieser Stadt schon extrem teuer. Muss aber nicht sein. Am Domplatz gibt es ein englisches Pub. Im ersten Stock gibt es eine kleine Loge und wenn man Glück hat, dann kann man vor dort sehr preiswert bei einem Guiness das Treiben auf dem Domplatz betrachten.
Der Florentiner Dom mit seinem Kupferdach ist wohl das bestimmende Bauwerk dieser Stadt. Wir haben an diesem Platz fast einen ganzen Tag verbracht. Kunstkenner könnten hier am Startpunkt der europäischen Renaissance wahrscheinlich ein ganzes Leben verbringen.
Die Baukunst dieses Bauwerkes strahlt auf die ganze Altstadt aus. Man sollte, sowie es im Film "Zimmer mit Aussicht" beschrieben ist, sich einfach durch die Gassen treiben lassen. Nebenbei auch etwas von den kulinarischen Köstlichkeiten der Toskana probieren. Besonders angetan hatte es uns das Cafe "Gilli". Hier kann man eine toskanische Spezialität essen - kandierte Maronen. Das Cafe hat Süßwaren, die genauso hoch in der handwerklichen Kunst sind wie alle handwerklichen Güter in dieser Stadt. Handwerk wurde und wird in Florenz wie in der Toskana immer hoch geschätzt. Man kann hier wunderschöne, handgebundene Bücher kaufen oder auf der Brücke - auch diese hat es uns sehr angetan - handgefertigten Schmuck.
Die Brücke über den Arno ist das zweite, wichtige Bauwerk (wenn man die Bauwerk überhaupt miteinander vergleichen kann) dieser Stadt. Sowohl die Außenansicht als auch der Weg über diese Brücke sind sehr zu empfehlen.
Auf der anderen Seite des Flusses befindet sich der historische Palast. Der Palast der Medicci. Diesen darf man auf keinem Fall auslassen. Von dem Park dieses Palastes aus hat man den wahrscheinlich schönsten Blick in die Toskana überhaupt.

