Siena
Die Stadt: Siena hat heute ca. 17.000 Einwohner. Siena war im Mittelalter
neben Florenz einer der wichtigsten Städte der Toskana bzw. der toskanischen
Stadtrepubliken. Während Florenz den Papst unterstütze, hielten die Bewohner
von Siena dem Kaiser die Treue. So ist es unter anderem auch zu erklären, dass
Siena stur an der Gotikbauweise festhielt als in Florenz schon lange die Renaissance
Einzug gehalten hatte. Doch am Ende musste sich Siena schliesslich der Macht
Florenz beugen. 1268 wurde Siena in der Schlacht von Monteriggioni von Florenz
geschlagen und zugleich auch noch vom Papst exkommuniziert. Wer zum ersten mal
nach Siena kommt, der wird beeindruckt sein, denn in kaum einer anderen Stadt
Europas ist das mittelalterliche Stadtbild so schön erhalten geblieben. So ist
schon allein das Ambiente und der Flair der Stadt einen Besuch wert. Im folgenden
einige Sehenwürdigkeiten.
Sehenwürdigkeiten:
Piazza del Campo:
Liegt an der Grenze der Stadtteile Citta und
San Martino. Hier trifft man sich in Siena zu wichtigen Veranstaltungen und
Ereignissen. Die Einteilung in die neun Segmente soll an die "Regierung der Neun"
gedenken. In jedem Jahr wird hier am 2. Juli und am 16. August das Pferderennen
Palio ausgetragen, der mit kostbaren Kostümen begleitet wird.
Torre del Mangia:
Wörtlich übersetzt heißt dies: Der seinen Lohn verspeist. Dieser
Name soll der Überlieferung nach auf den Göckner des Turms zurückgehen. Mit über
400 Stufen kann der Turm heutzutage bestiegen werden und bietet mit einen 87 Metern
einen sehr schönen Ausblick auf Siena.
Palazzo Pubblico:
Das Rathaus ist eines der schönsten Beispiele der gotischen
nicht militärischen Architektur in Siena. Gebaut wurde es im 13. Jahrhundert.
Das Rathaus ist auch heute noch Sitz der senesischen Verwaltung. Das Museo Civico
darin ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Wichtige Säle sind der Sal des
Friedens und der Globus.
Fonte Gaia:
Der Name dieses Brunnens soll die Freude veranschaulichen, die die
Senesen gefühlt haben, als sie das kostbare Wasser auf die Piazza heraussprudeln
sahen. Gestaltet wurde der Brunnen von Jacopo della Quercia (1419). 1869 wurde
er dann durch ein Werk von Tito Sarrochi ersetzt.
Was man sich noch ansehen sollte:
Via Pantaneto, Palazzo Piccolomini, Logge del
Papa, Chiese die san Giorgio e di santo Spirito, Museo per Bambini, Porta Pispini,
Basilica die servi, Via salicotto, via del porrione.
Der Palio:
Viele Besucher haben leider nicht die Möglichkeiten, die Emotionen,
die einem der Palio in der Zeit vom 2. Juli bis 16. August vermittelt selbst
zu erleben. Für alle, die um diese Zeit in er Stadt sind, wird es ein
unvergleichlicher Augenblick bleiben. Der Palio ist ein historisches
Pferderennen, was am 2. Juli und am 16. August auf der Piazza di Campo
in Siena stattfindet. Der 2. Juli wird Palio per la Madonna di Provenzano
bezeichnet, der 16. August als Palio per l'Assunta. Die Pferde werden von
sogenannten Fantini geritten. Der Brauch dieses "sportlichen" Wettkamps
reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück, als der Palio als eine Art
Kriegsvorbereitung gesehen wurde, also praktisch als Training auf kriegerische
Auseinandersetzungen. Hierbei hatten die Contrade von Siena, also die Stadtteile,
die Aufgabe die Soldaten entsprechend auf den Krieg vorzubereiten. So entstand
unter den Stadteilen der Wettbewerb, wer denn seine "Soldaten" am besten auf den
Krieg vorbereitet hatte. Also schickte man "seinen besten Mann" zum Palio,
um diese Frage entsprechend zu beantworten.
Noch heute gibt es 17 Kontraden in Siena. Allerdings dürfen nur 10 Kontraden
am Rennen teilnehmen. Daher dürfen jedes Jahr die 7 Kontraden am Rennen teilnehmen,
die im Vorjahr nicht teilgenommen haben. Weitere 3 werden ausgelost. Um das ganze
möglichst "fair" zu halten werden die Pferde von sogenannten Barbarescos gepflegt
und den einzelnen Kontraden entsprechend zugelost. Beim Rennen sind alle Mittel
erlaubt, was jeder bestätigen kann, der ein solches Rennen einmal live miterleben
durfte. Der Sieger erhält das sogenannte Palio (ein Stofftuch) mit dem Abbild der
Jungfrau Maria.
Panforte:
Eine der Spezialitäten der Toskana ist Panforte, eine Komposition
aus Nüssen, Mandeln, Honig und Puderzucker. Das Rezept finden Sie hier:
Rezept Panforte
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