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Die Toskana, im Herzen italienischer Kultur

Auch wenn die Toskana, weit über ihre Grenzen hinaus bekannt ist, und der Begriff mittlerweile sehr Medienwirksam benutzt wird, so ist sie eigentlich nur ein kleiner Landstreifen, im Herzen Italiens. Sie bietet typisch italienisches Flair, und uriger Einwohner, die sich teilweise sogar ein wenig Klischeehaft verhalten. Hier kann man, mit ein wenig Glück auf den ureigensten Charme des Landes treffen, der trotz Tourismus seinen Wurzeln treu geblieben ist.

Untergekommen bin ich damals mit zwei Freundinnen in einem kleinen, aber feinen Ferienhaus, auf einem Berg. Irgendwie mag ich diese Abgeschiedenheit ein wenig. Natürlich hatten wir allen möglichen Luxus, denn auch wenn ich eigentlich hier her gekommen war, um eines meiner Bücher zu schreiben, so wollte ich doch auch ein wenig Urlaub mitnehmen, denn wann hat man schon einmal die Möglichkeit vollkommen abzuschalten, und sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Meine beiden Begleiterinnen konnten unterschiedlicher nicht sein, und so konnte es auf dieser Basis schon einmal nicht mehr langweilig werden. Während ich mit der einen, wunderbar am Pool entspannen konnte, musste ich der anderen schon ein wenig mehr Kultur, und Natur bieten können, um sie ein wenig bei Laune zu halten. Natürlich war meine oberste Priorität die Abreit aber der Spaß sollte nicht zu kurz kommen, und so beschäftigten sich die beiden Freundinnen auch mal ohne mich. Hier konnte ich entspannen, und auch einmal ein wenig durch die Gegend schlendern. Es war zwar ein ganzes Stück, wenn ich hinunter nach Massa Marittima wollte. Es ist eine kleine Stadt, die sich idyllisch zwischen den Hügeln, und dem Meer gegründet hat.

Es ist eigentlich ein Kaff, so würden wir es in Deutschland beschreiben, und trotz der Tatsache das ich erst nächstes Jahr mein dreißigstes Lebensjahr beginne, konnte ich mich dafür begeistern. Ich saß Stundenlang an der Strandpromenade, auf einer kleinen Mauer, und beobachtete die Fischer bei ihrem Tagewerk. Sicherlich fanden sie es nicht besonders lustig wenn sie jemand, vor allem ein fremder, auf diese Weise beobachtete, und sich Notizen machte, aber es beflügelte mich, die Stimmung ein wenig einzufangen, und ich konnte mir viele gute Sätze notieren. Es war schon ein besonderes Erlebnis wenn morgens die Sonne hinter den Hügel hervorbrach, oder abends im Meer versank, und die Netze, und Boote der Fischer immer weitere Schatten warfen.

Ein kleines Cafe an der dieser Promenade, wenn man sie denn so nennen wollte, bot einen hervorragenden Blick aufs Meer, und den Sonnenuntergang. Hier genoss ich viele schöne Stunden, die mir wieder Energie gaben, um mich meinen eigenen Projekten zu widmen. Aber das soll hier sicherlich nicht den Erlebnisbericht beeinflussen. Die Cafés, und Restaurants die sie hier finden werden, haben allesamt ihren eigenen Charme. Die Preise schwanken zwar ein bisschen zwischen gut und böse, aber es ist immer ein besonderes Erlebnis zu sehen was man zu Essen bekommt, wenn man einem Italiener versucht, mit Händen und Füßen, klar zu machen was man haben möchte. Nun in Italien sind die Menschen lange nicht so streitsüchtig gegenüber deutschen eingestellt, wie sie es in Frankreich sein mögen.

Toskana

Toskana ©iStockphoto/paulmerrett

Die Sehenswürdigkeiten in der Toskana sind lange nicht so spektakulär, wie sie vielleicht in Amerika sein mögen, aber dafür sind sie etwas ganz besonderes. Wenn man eines der kleinen Chateaus besucht, und sich dort eine Führung, mit anschließender Brotzeit gönnt, dann kann man im Weinkeller so manchen Winzers nicht nur wertvolle Schätzchen, im Bereich Wein finden. Viele Kunstgegenstände, und auch künstlerische Verzierungen, geheime Kammern, und vieles mehr, können hier ihren eigenen Charme verbreiten, und erzählen sehr interessante Geschichten.

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