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Italien Urlaub in der Toskana

Der letzte Italien-Urlaub sollte eine Kombination aus Bade- und Kultururlaub sein. Nach einigem Suchen entschieden meine Partnerin und ich uns dazu, in die Toskana zu fahren und dort zunächst eine Woche in Piombino am Meer zu verbringen, ehe wir uns für eine weitere Woche in die Hauptstadt der Region nach Florenz (Firenze) begaben. Das Meer in Piombino war sauber und der Strand nicht überfüllt. Am einzigen Tag, der wegen des Wetters nur bedingt zum Baden eingeladen hatte, bummelten wir durch die Innenstadt unseres Urlaubsortes und staunten über viele schöne alte Häuser. Schon zu Hause hatten wir geplant, einen Tag auf der Insel Elba zu verbringen, die von unserem Urlaubsort bequem und häufig mit der Fähre angefahren wird. Wir gingen am Strand spazieren und besichtigten die Winter-Residenz des seinerzeit dorthin verbannten Kaisers Napoleon. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fuhren wir zur Seilbahn, die uns auf den höchsten Berg Elbas, den Monte Capanne, führte. Der Ausblick war faszinierend.

Während die erste Woche unseres Urlaubs überwiegend dem Baden und Entspannen diente, wollten wir in der zweiten Woche bewusst ein ausgedehntes Besichtigungsprogramm unternehmen. Wir hatten allerdings noch kein Quartier gebucht und zunächst einen halben Tag mit der Suche nach einer günstigen Unterkunft verbracht. Neben dem Hotel- ist zwar auch das Hostel-Angebot in Florenz recht gut, allerdings wollten wir ein Zimmer für uns alleine und nicht zwei Schlafplätze in einem Mehrbettzimmer und da war halt das erste Hostel, welches wir ansteuerten, in diesem Bereich bereits ausgebucht. Meine Partnerin erholte sich dann von der Suche nach der Unterkunft erstmal beim Shoppen und ich habe sie brav begleitet. Am frühen Abend sind wir dann zu dem Platz gefahren, auf welchem eine (zumindest uns) bekannte Statue Davids sich befindet, deren Original von Michelangelo errichtet wurde.

Bei den Museen der Stadt trafen wir eine Auswahl und besuchten die Uffizien sowie das Bargello-Museum. Beide Häuser waren sehr beeindruckend. Da wir aus einer Stadt kommen, die für ihre regelmäßigen Skulpturen Ausstellungen bekannt ist, faszinierte uns natürlich besonders die Sammlung im Palazzo del Bargello. Die dort ebenfalls untergebrachte Münzsammlung nahmen wir eher nur am Rande wahr. Palazzo ist ein weiteres wichtiges Stichwort für Florenz. Auf unseren Spaziergängen sahen wir unzählige beeindruckende Bauwerke aus der Zeit der Rennaissance. Eine Besichtigung wäre teilweise möglich gewesen, uns reichte aber der Blick von außen.

Santa Maria in Florenz

Santa Maria in Florenz ©iStockphoto/DaddyBit

Natürlich besuchten wir auch den Dom von Florenz, richtiger als Kathedrale Santa Maria del Fiore bezeichnet. Während in der Literatur besonders die Kuppel dieser Kirche Aufmerksamkeit findet, hat uns eher die gesamte Atmosphäre im Innenraum fasziniert. Trotz einer nicht unerheblichen Anzahl an Besuchern strahlt die Kathedrale eine zur Andacht befähigende Ruhe aus. Sehr schön sind auch die Verzierungen an den Eingangsportalen der Kirche.

Am Abend spazierten wir meistens entlang des Flusses Arno und genossen das recht warme Wetter. Einen Ausflug haben wir auch von Florenz aus unternommen, und zwar sind wir mit der Eisenbahn nach Pisa gefahren, um den Schiefen Turm von Pisa zu sehen. Natürlich sind wir auch in den Dom hineingegangen und waren durch seine reiche Ausschmückung mit Gemälden fasziniert. Wir haben uns vorher darüber informiert, dass ein Leuchter dieses Doms Gallilei zu einer Untersuchung über die Pendelgesetze motiviert hatte. Ob diese Annahme stimmt, ist allerdings umstritten; es ändert jedoch nichts daran, dass dieser Leuchter wunderschön ist.
Zugfahren in Italien ist übrigens nicht teuer und dass die Züge übermäßig verspätet sind, stimmt auch nicht mehr in jedem Fall; zumindest verkehrten unsere Verbindungen annähernd in Fahrplanlage.

Wir werden sicherlich wieder in die Toskana fahren und planen einen längeren Urlaub auf der Insel Elba.

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