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Kurzurlaub in der Toskana

Das Land Italien ist für viele Deutsche nach wie vor das Urlaubsziel schlechthin. Das Dolce Vita, die Kultur, das Wetter, das Meer und nicht zuletzt die Nähe zu Deutschland macht es nach wie vor Interessant. Wer jedoch mal den reichen Norden verlässt und sich auf den Weg in Richtung Toskana macht, der erlebt langsam das Nord-Süd Gefälle in Italien. In kaum einem anderen Land Europas treffen solche Unterschiede auf wie in Italien. Wo in Mailand der moderne Mensch, von Börse und Banken regiert, in Nobelboutiquen shoppt, so läuft der Esel als Transportmittel in Brindisi über die Straße. Die Toskana zeigt einem fernab der Städte in ihren kleinen Örtchen ebenfalls das klassische Italien auf. Allerdings sind hier viele Anwesen bewusst im mediterranen, altertümlichen Stil gebaut.

Wer Ruhe sucht, der kommt in die Berge der Toskana. Fernab des Rummels der großen Städte Florenz, Pisa und Siena finden Erholungssuchende das Paradies auf Erden. Geschwungene Landstraßen, gesäumt von akkurat gewachsenen Zypressen und dem überallauftauchende Terrakotta Ton. Eine Autotour von Ravenna oder Rimini in Richtung Pisa und Florenz führt mitten durch die Toskana, vorbei an vielen kleinen Orten und immer grünen Wäldern. Da sieht man den Unterschied, zwischen dem auf Tourismus ausgelegten Norden und Mittelitalien, am deutlichsten. Die prächtigen Straßen eignen sich zu einer herrlichen Autofahrt. Auch wenn man denkt, dass kurvige Landstraßen zum sportlichen Fahren anregen, die Landschaft bremst einen automatisch. Es wäre viel zu schade einfach daran vorbei zu brausen ohne das wirkliche Dolce Vita wirklich mit zu erleben. Ein Stopp in einem Örtchen wird einen gefühlte 100 Jahre zurücksetzen. Hier sitzen die alten Italiener noch gemütlich am Straßenrand und mustern die paar Autos die vorbei kommen. Wer anhält und einen Cappuccino in uriger Atmosphäre genießt, der spürt förmlich das so oft gelobte Dolce Vita.

In der Toskana finden sich zahlreiche Pensionen unterschiedlicher Preisklassen, einige relativ Zentral gelegen, andere wiederum fernab in den Bergen. Je nach Anspruch und Geldbeutel sind hier Unterbringungen in Form einfacher Pensionen bis zu absoluten Luxuslocations buchbar. Wer sich in die Berge zurückziehen möchte, der findet vor Ort meistens kleine anmietbare Häuser vor, die urig eingerichtet sind und als Abkühlungsmöglichkeit einen Pool zu bieten haben. Der Reisende, der sich dorthin zurückzieht, sollte sich dessen bewusst sein, dass diese Orte wirklich nichts bieten. Kleine Supermärkte im Tal und eins zwei Restaurants müssen ausreichen. Ansonsten müssen längere Autofahrten durch die Täler der Toskana unternommen werden, dass hat natürlich auch seinen Reiz. Der Tourist der nach dem Abstecher in die ländliche Toskana auf kulturelle Erkundung gehen möchte, kommt an den zwei bedeutendsten Städten der Toskana, Florenz und Pisa, nicht vorbei.

Toskana

Toskana ©iStockphoto/lucnijs

Vor allem Florenz bietet mit seiner Basilica, das Wahrzeichen schlechthin, einen kulturellen Höhepunkt. Die sterblichen Überreste eines Michelangelos finden dort ihre letzte Ruhe. Die unglaubliche Kuppel lädt zu einer Besichtigung ein. Florenz hat aber noch mehr historische Gebäude zu bieten und ist vor allem für Künstler und Architekten interessant. Alle nicht Fachleute auf diesem Gebiet, kommen in der historischen Altstadt dennoch auf ihre Kosten in Form von schönen Einkaufsmöglichkeiten, edlen Restaurants und urigen Straßencafes. Weiter geht’s nach Pisa und da an die zentrale Anlaufstelle der Stadt: den schiefen Turm. Derjenige der ihn in seinem Leben das erste Mal zu Gesicht bekommt, der wird ihn als absolut unspektakulär einschätzen. Der Turm ist in eine wunderschöne Parkanlage integriert und fasziniert durch seine mittlerweile sehr deutliche Schieflage. Eine Besteigung ist aus Sicherheitsgründen seit einigen Jahren leider nicht mehr möglich. Dennoch lädt die Wiese um den Turm zum Verweilen und Picknicken ein. Das typische Touristenfoto, ich halte den Turm, darf natürlich nicht fehlen. So bietet die Toskana eine betörende Schönheit, gepaart mit kulturellen Großstädten und typischem Dolce Vita. Man meint hier fängt das richtige Italien erst an.

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