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Toskana – eine Region Italiens

Gerade habe ich noch am Schreibtisch gegessen und einen Blick aus dem Fenster auf das eher trübe Wetter in Deutschland geworfen, als ich bereits im Flugzeug mit Kurs auf Florenz sass. Es sollte aber keine Bildungsreise nach Florenz werden, sondern ein Kennenlernen mehrerer Städte und Landstriche der Toskana. Mein Reisebegleiter und ich wollten mit einem Mietwagen über Land fahren und an den schönen Plätzen anhalten. Die Toskana liegt in der nördlichen Mitte Italiens mit einer sanft geschwungenen Hügellandschaft und einer Sonne, die sich abends in Rotgoldene verfärbt. Von einem Arbeitskollegen habe ich den Tipp erhalten, mir auch das Städtchen Lucca anzusehen. Von Florenz aus sollte es nach Lucca, Pisa, San Gimignano und Siena gehen.

Florenz- „die Schöne“: Florenz würde ich als „die Schöne“ bezeichnen, da diese italienische Stadt vereint Kultur, Baukunst und Natur auf wunderbare Weise vereint. Die reiche und angesehene Familie Medici hat im 15. und 16.Jahrhundert in großem Umfang Künste und Wissenschaft gefördert. Von der höher gelegenen „Piazzale Michelangelo“ mit der wunderschönen Statue „David“ von Michelangelo, blickt man ins Land und auf den Fluss Arno mit der bekannten Brücke „Ponte Vecchio“. Dort war es mit den zahlreichen Touristen, die sich für die Vitrinen mit Goldschmuck interessierten, gar nicht mehr beschaulich. So fuhren mein Reisebegleiter und ich das nächste Ziel an.

Über Land nach Lucca: Beeindruckend ist in Lucca die lange Stadtmauer, die ein mittelalterlich anmutendes Städtchen umfasst. Neben Basiliken und Palästen hat auch die Moderne Einzug gehalten und zahlreiche Jogger nutzten die Stadtmauer für ihre Fitness. Da war es auch nicht verwunderlich, dass der Besitzer der kleinen Pension einen Internetanschluss besass und diesen auch mit Stolz nutzte. In der Nähe von Lucca liegt Pisa mit seinem weltbekannten, schiefen Turm, den ich mir nicht entgehen lassen wollte. Allerdings hatte ich mir mit der Turmbesteigung und Rundherum-Begehung fast etwas zuviel vorgenommen und unterschätzt, dass die Säulen doch ziemlich weit auseinderstehen, aber alles ging gut. Wenn es in die Reiseplanung passt, sollte man sich den herrlichen Chor im Dom, neben dem Turm gelegen, anhören. Von Pisa ging es über Land in Richtung San Gimignano, die Stadt der Türme. Unterwegs holte uns der Hunger ein, aber es war keine landestypische Essenszeit. In der Toskana, wie auch im geamten Italien, begann die Hauptessenszeit erst ab 21:00 Uhr abends. Doch als wir uns im Garten eines Art Landgutes auf den Stühlen ausruhten, bekamen wir Schinken, Brot und Chianti-Wein. Es schmeckte herrlich unter den Bäumen mit einem milden Lüftchen. Dass die Sonne schien, muss nicht erwähnt werden, sie ist in der Toskana allgegenwärtig. Das Städtchen San Gimignano („Stadt der Türme“) machte auf mich, mit seinen zahlreichen hohen, grauen Türmen, einen eher düster-robusten Eindruck. Es wirkte auf mich wie „das Frankfurt des Mittelalters“. Jeder, der etwas galt, wollte den höchsten Turm haben und so entstand im Wettstreit dieser etwas bizarr anmutende Turmbau. Nach der Besteigung eines Turmes hatten wir einen herrlichen Blick auf die erdfarbene Landschaft mit seinen Weingütern und einer Vielzahl von Zypressen-Alleen.

Lucca

Lucca ©iStockphoto/CaraMaria

Siena- meine Favoritin: Siena erreichten wir im Abendlicht und wir setzten uns in eines der zahlreichen Cafés in der Nähe des halbrunden „Piazza del Campo“. Der riesige Dom mit seinen schwarzen und weissen Streifen erinnerte mich etwas an Süßwaren. Die vielfältige, exquisite toskanische Küche und ausgezeichneten Restaurants gehören ebenfalls zu den „Highlights“ der Toskana. Mit dem Restaurant „Da Guido“ in Siena haben wir ein Beispiel dieser gehobenen Gastronomie erfahren können. Es kann daher nicht schaden, sich mit der Auswahl der Bekleidung darauf einzustellen. Diese zahlreichen Eindrücke waren mit nur ein paar „Sprachfetzen“ Italienisch zu erhalten. Wie mag es wohl sein, wenn man als Tourist auch noch gut Italiniesch spricht?

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