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Traumurlaub in Greve in Chianti & Pisa

Auf der Suche nach Erholung und schönem Wetter war und Italien schon immer sympathisch. Nach diversen Urlauben am Gardasee wollten wir allerdings mehr von Italien kennen lernen und planten einen Urlaub in der Toskana. Die Toskana war schon ein langes Wunschurlaubsziel von mir und so durchstöberte ich diverse Reiseberichte und Reiseprospekte mit Angeboten zur Toskana. Letztendlich fiel unsere Wahl auf einen recht kleinen, aber beschaulichen Ort im Nord Osten der Toskana. Greve in Chianti sollte unser Urlaubsziel werden.

Da bereits zu Beginn der Reise feststand, dass wir mit dem Auto verreisen werden, war es nicht so schlimm, ob das Ziel gut zu erreichen war, denn mit dem Flugzug und mit der Bahn wäre es gar nicht so einfach gewesen, hier den Urlaub zu verbringen. Von Deutschland, genauer gesagt von Düsseldorf aus dauerte es aber dennoch gut 17 Stunden mit dem Auto, bis wir in Greve in Chianti waren. Von hier aus viel uns als erstes auf, dass der Blick über die Weinberge der Toskana scheinbar endlos weit ging und viel genossen werden konnte.

Gemietet wurde ein kleines Bauernhaus, welches am Stadtrand lag. Die Stadt selbst ist nicht wirklich groß, sondern wirkt wie ein kleines, verschlafenes italienisches Dorf, mitten in der Toskana. Besonders schön ist die typische italienische Bauweise und die teilweise mittelalteriche Bausubstanz, welche vielfach anzutreffen ist. Es sind überwiegend Landstraßen, die hier die einzelnen Dörfer miteinander verbinden. Im Zentrum gibt es kleinere Einkaufsmöglichkeiten, die den täglichen Bedarf abdecken. Auch ein gutes Restaurante gibt es hier, wobei es teilweise ziemlich windig im Ort ist.

Bemerkenswert an unserem Ferienhaus war, dass es über einen eigenen Pool und einen großen Garten mit Olivenbäumen verfügte. Die Olivenbäume trugen gerade Früchte und die Vermieter wohnten in einem eigenen Haus am anderen Ende des Grundstückes. Vor allem der Blick in die Ferne, welcher uns an allen Wegen begegnette beeindruckte uns sehr. Schön war auch die abendliche Stille, die im Ort herrschte. Ganz und gar nicht zu vergleichen mit dem Lärm in einer großen Stadt, wie eben in Düsseldorf.

Greve

Greve ©iStockphoto/Lisa-Blue

Greve in Chianti liegt so tief in der Toskana, dass es mit dem Auto erst einmal eine Weile dauert, bis eine andere große Stadt erreicht war. Es ist gut möglich über die italienische Autobahn und ein Netz von Schnellstraßen in Richtung Küste zu fahren und dort die Stadt Pisa zu entdecken. Pisa ist eine typische italienische Stadt, die nicht nur wegen des Turmes von Pisa bekannt ist. Hier ist natürlich das Mekka der Touristen und viele Händler haben sich auf der großen Wiese und den Wegen rund um den Turm breit gemacht. Zu beobachten sind vor allem viele europäische und asiatische Touristen. Auch gibt es viele Polizisten, die unterwegs sind, so dass alles seine Ordnung hat. Als Urlauber fühlte ich mich hier sehr sicher. Unweit des Turmes gibt es einige private Parkplätze in Hinterhöfen, die genutzt werden und zu günstigen Preisen gemietet werden können. Dies ist als Tipp zu empfehlen, da es deutlich günstiger ist, als auf einem großen Parkplatz direkt vor der Anlage rund um den schiefen Turm von Pisa zu parken.

Der Turm selbst wirkt recht schief, allerdings in der Praxis weniger hoch, als es auf den meisten Bilder aussieht. Die Erfahrung gemacht zu haben, dort hinaus zu steigen, haben wir uns allerdins erspart, denn eine Schlange mit einer Wartezeit von zwei Stunden war nicht ganz unser Fall. So gönnten wir uns lieber ein Eis und beobachteten den Turm von außen, welcher noch nicht einmal bis nach oben bestiegen werden konnte. Dennoch war es lustig, zu sehen wie Menschen im Schiefen Turm von Pisa standen und Fotos aus diesem machten. Es ist allerdings auch gut möglich, sich vor den Turm auf die großen Rasenanlagen zu stellen und dort den Turm zu fotographieren. Teilweise wirkt es wirklich so, als ob der Turm jeden Moment umkippen würde, was allerdings nicht passiert.

Bei einem Ausflug nach Pisa ist es wichtig, dass was Wetter mitspielt. Im Sonnenschein wirkt hier alles einfach sehr viel schöner, als wenn es regnet und der Himmel mit Wolken behangen ist. Dafür wird es ab der Mittagszeit direkt um den schiefen Turm von Pisa recht voll, so dass die Warteschlangen weiter wachsen, was gar nicht angenehm ist. Wer den Turm wirklich besteigen möchte, der sollte auf jeden Fall sehr früh kommen.

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